Meine Türklingel ist ein ganz normales, altes Siedle-Haustelefon. Sie hängt an zwei Drähten und sonst an nichts. Und trotzdem schickt sie mir aufs Handy, wenn jemand klingelt – und ich kann die Tür aus Home Assistant heraus öffnen. Das Besondere: An dieser Anlage hängen nicht nur ich, sondern auch vier Nachbarwohnungen im Mehrfamilienhaus. Ein falscher Handgriff, und ich lege die Sprechanlage im ganzen Haus lahm. Genau deshalb zeige ich dir hier den Weg, mit dem du jede Türklingel smart machst, ohne deine Nachbarn zu stören – und der Trick ist einfacher, als du vielleicht denkst.


Sicherheitshinweis: Eingriffe an einer Türsprechanlage erfolgen auf eigene Gefahr. An den Klemmen liegen Gleich- und Wechselspannungen an – arbeite nur spannungsfrei, miss deine eigenen Werte nach und belaste die Busleitung nicht direkt. In Mehrparteienhäusern kann ein Fehler die Anlage aller Nachbarn stören – deshalb ist die galvanische Trennung per Optokoppler hier kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
Was seit der Veröffentlichung passiert ist
Ein kurzes Wort vorweg, denn dieser Artikel ist nicht mehr der, der Ende August online ging. Das Video hat innerhalb weniger Tage mehr Menschen erreicht als alles, was ich bisher gemacht habe – und mit ihnen kamen über hundert Kommentare. Darunter waren Fragen, die ich im Video schlicht nicht beantwortet hatte. Es waren aber auch zwei Stellen dabei, an denen ich schlicht falsch lag: Eine Fertiglösung, die ich empfohlen habe, gibt es für Siedle-Anlagen so nicht mehr. Und in meinem Schaltbild steckte ein Zeichenfehler, den ein Zuschauer mit deutlich mehr Elektronik-Erfahrung als ich innerhalb von Stunden gefunden hat.
Ich habe das alles hier eingearbeitet – die Korrekturen, die Messwerte, die ich danach nachgeholt habe, und die Antworten auf die Fragen, die am häufigsten kamen. Wo eine Erkenntnis aus den Kommentaren stammt, steht das auch dabei. Denn bei einem Projekt wie diesem sind die Kommentare unter dem Video am Ende fast wertvoller als das Video selbst.
Warum nicht einfach eine fertige Lösung?
Grob jede zweite Klingel- und Sprechanlage in Deutschland kommt von Siedle – die Chance ist also groß, dass du selbst so eine hast. Und wenn nicht, lässt sich das Prinzip trotzdem übertragen. Natürlich gibt es auch Lösungen von der Stange. Die offizielle für Siedle ist das Siedle IQ HTS: Es ersetzt das Haustelefon komplett und hängt an der Siedle-App. Ein teurer Komplett-Tausch, und man ist in der Hersteller-Cloud gefangen.
Im Video habe ich als zweite Fertiglösung den Nuki Opener genannt, den man parallel an die Anlage klemmt. Und genau da muss ich mich korrigieren.
Korrektur: Der Nuki Opener ist keine Siedle-Alternative mehr. Darauf hat mich
@guido_30in den Kommentaren gestoßen – ich hatte es bei der Recherche fürs Video schlicht übersehen. Nuki hat die Unterstützung für Siedle-Anlagen zum 17. Januar 2025 eingestellt, laut eigener Mitteilung im Entwicklerforum in Absprache mit Siedle. Bestehende Installationen laufen weiter. Aber Siedle taucht in der Kompatibilitätsprüfung nicht mehr auf, und wer seinen Opener einmal zurücksetzt, bekommt ihn nicht wieder verbunden.
Was das praktisch bedeutet, hat @HaraldSeifert-j1g beschrieben: gleiche Anlage wie ich, Nuki Opener lief jahrelang problemlos – und funktioniert seit der Trennung nicht mehr. Eine offizielle Alternative gibt es dafür nicht. Im Nuki-Forum und in Elektrik-Foren berichten einige, dass sich Siedle-Anlagen über das generische Profil in der Nuki-App noch einrichten lassen. Fummelig, nicht ganz zuverlässig, und eben nicht unterstützt.
Warum Siedle das wollte, sagt keiner der Beteiligten. Nuki verweist auf „eigene Qualitätsstandards", ohne das näher zu erklären. Meine Vermutung ist, dass Siedle Kunden zur eigenen, teureren Lösung lenken möchte – aber das ist eine Vermutung und nicht bestätigt. Für mich ist es vor allem ein Lehrstück: Eine Kooperation zwischen zwei Herstellern kann von heute auf morgen enden, und dann steht ein funktionierendes Gerät still. Meine Lösung ist davon unabhängig, weil sie kein Nuki-Siedle-Protokoll braucht, sondern einfach die vorhandene Taste drückt.
Und der Ring Intercom?
Gleich mehrere von euch haben den Ring Intercom als günstige Alternative ins Spiel gebracht – gebraucht für 20 bis 50 Euro. Ich habe mir das angesehen, und für den Einstieg ist es tatsächlich der naheliegendste Ersatz für den Nuki Opener. Drei Dinge würde ich trotzdem dazusagen, bevor du auf Kleinanzeigen zuschlägst:
- Kompatibilität: Ring gibt keine pauschale Siedle-Freigabe, sondern verweist auf eine Prüfung nach Marke und Modell. In Rings eigenem Community-Forum beschreibt ein Nutzer genau den 1+n-Fall: Direkt an Klemme 1 und 7 hat es bei ihm nicht funktioniert, erst zusammen mit einem HTS 811-0w als Innenstation lief alles. Das ist ein Einzelbericht, passt aber zum Prinzip – der Intercom hängt sich an ein vorhandenes Haustelefon, er ersetzt es nicht.
- Cloud: Der Intercom braucht laut Ring-Support WLAN, die Ring-App und ein Ring-Konto. Das ist exakt die Abhängigkeit, die ich mit dem ESP loswerden wollte.
- Gebrauchtkauf: Ring-Geräte hängen am Konto des Vorbesitzers. Entfernt der es nicht selbst, läuft eine Eigentumsübertragung, bei der das Gerät bis zu 15 Tage im alten Konto bleibt und der Vorbesitzer drei E-Mails zur Anfrage bekommt. Bei 50 Euro ärgerlich, wenn man das erst hinterher merkt.
Alle diese Wege funktionieren. Sie bedeuten nur: Abhängigkeit vom Hersteller, eine laufende Cloud, und man gibt Kontrolle aus der Hand. Ich wollte das Gegenteil – eine robuste, lokale Lösung, die auch in zehn Jahren noch läuft, ohne dass irgendein Anbieter den Stecker ziehen kann. Also habe ich sie mir selbst gebaut.
Das Prinzip in einem Satz
Und hier kommt der wichtigste Satz des ganzen Projekts: Du musst die Anlage nicht komplett verstehen – und schon gar nicht das Bus-Protokoll nachbauen. Du musst nur zwei Dinge tun: das richtige Signal finden und die vorhandenen Knöpfe elektronisch „drücken".
- Lesen (Eingänge): Klingelt es an der Haustür? Klingelt es an der Wohnungstür?
- Steuern (Ausgänge): alles, was man auch direkt am Gerät bedienen kann – bei mir der Türöffner und das Licht im Treppenhaus.
Mehr Magie steckt nicht dahinter. Wie das Klingelsignal technisch genau aussieht, ist von Anlage zu Anlage verschieden – aber das Vorgehen bleibt gleich. Ich zeige es dir konkret am Beispiel meiner Siedle-Anlage (Haustelefon HTS 811-0, 1+n-Technik).

Klingelerkennung: der Spannungs-Trick
Wie erkennt der ESP, dass es klingelt? Über die Spannung auf der Leitung. Im Ruhezustand liegen bei meiner Anlage um die 18 Volt an. Klingelt es an der Haustür, springt die Spannung kurz auf 24 Volt hoch, der Klingelton läuft, und sie fällt auf etwa 15 Volt. Genau diesen Sprung erkennt die Schaltung.

Diese konkreten Werte habe ich selbst an meiner Anlage nachgemessen – bei einer anderen 1+n-Installation können die absoluten Werte abweichen, je nach Netzteil-Typ, Kabellänge, Anzahl der Teilnehmer oder Baujahr. Das grundsätzliche Verhalten aber – stabile Ruhespannung, kurzer Peak beim Klingeln, Absenkung während des Ruftons – ist laut Siedle-Systemhandbuch charakteristisch für die ganze 1+n-Reihe und gilt damit für alle Siedle-Geräte mit dieser Technik. Mehr dazu in einem ausführlichen Thread auf mikrocontroller.net und im Siedle-Systemhandbuch.
Der Trick in der Schaltung: eine Zener-Diode vor dem Optokoppler. Sie sorgt dafür, dass im Ruhezustand nichts durchkommt – erst beim Klingel-Peak schaltet der Optokoppler durch, und der ESP weiß: es klingelt. Ich unterscheide dabei sogar zwei Klingeln: die Haustür und die Wohnungstür direkt vor der Tür, den sogenannten Etagenruf. Der läuft über eine eigene Klemme mit Wechselspannung, dafür gibt es einen zweiten Optokoppler – dort sitzt keine Z-Diode, sondern eine Diode gegen die negative Halbwelle.
Ein Messfehler, den du dir sparen kannst
Aus dem Austausch mit @SamTize-hm5ys, der eine HT 611-01 mit einem ähnlichen Aufbau betreibt, ist noch ein Hinweis entstanden, den ich im Video nicht hatte – und der dich sonst eine Menge Sucherei kostet: Die Busspannung hängt an der Last.
Zwischen Klemme 1 und 7 messe ich mit angeschlossenem Haustelefon rund 18 Volt. Ohne Haustelefon, nur mit meiner Zusatzplatine, sind es dagegen 21 Volt. Miss deine Werte also unbedingt im eingebauten Zustand nach. Sonst legst du die Z-Diode auf einen Pegel aus, den du im späteren Betrieb nie zu sehen bekommst.
Und falls du an dieser Stelle denkst, das sei alles eine Nummer zu groß: Für den allerersten Schritt brauchst du weder Oszilloskop noch Elektronikkenntnisse. @flippa4220 hat sich zu Recht mehr Erklärung für Einsteiger gewünscht, und die Antwort darauf ist erfreulich unspektakulär. Nimm ein einfaches Multimeter, häng es an die Klemmen und schau nach, was im Ruhezustand anliegt und was beim Klingeln passiert. Ändert sich die Spannung? Und wenn ja, wie? Damit weißt du schon fast alles, was du für die Auslegung brauchst.
Der Fehler in meinem Schaltbild
Diesen Abschnitt gäbe es ohne die Kommentare nicht – und er ist mir wichtig, weil er zeigt, was so eine Community leisten kann.
@meinsda5983 schrieb schon am Erscheinungstag, meine Z-Diode schaue „ein wenig komisch reingeschalten aus". Er hatte recht. Im Schaltbild ist die Z-Diode falsch herum gezeichnet: Die Kathode zeigt zum Optokoppler statt zur Klemme. So gezeichnet wäre sie eine ganz gewöhnliche Diode mit 0,7 Volt Abfall, und der Optokoppler würde dauerhaft durchschalten. Die ganze Idee ist ja, dass sie bei 18 Volt Ruhespannung sperrt und erst beim 24-Volt-Peak durchbricht – und dafür muss sie in Sperrrichtung betrieben werden.
Das war ein Zeichenfehler in der Grafik, kein Fehler in der aufgebauten Schaltung. Aber es war ein Fehler, und er hätte noch eine Menge Leute stolpern lassen. Im GitHub-Repo ist er inzwischen korrigiert, die Kathode zeigt jetzt zur Klemme, und in der Doku steht die Polung ausdrücklich dabei.
Aus demselben Austausch ist noch eine zweite Sache hängengeblieben, die ich beim nächsten Umbau einbauen werde. Am Etagenruf liegt Wechselspannung an, und die Diode dort schneidet die untere Halbwelle ab. Funktional ist das ein Einweggleichrichter – „Schutzdiode" trifft es nur halb. Der Optokoppler sieht damit keinen ruhigen Pegel, sondern einen 50-Hz-Takt. Ein kleiner Elko parallel zum Optokoppler glättet das und liefert dem Prozessor einen konstanten Eingang. Bei mir sitzt die Entprellung bisher in der Software, über ein delay_on. Das funktioniert, ist aber ein Filter hinter dem Problem und nicht die Lösung dafür.
Ich will mich da auch gar nicht größer machen, als ich bin: Ich bin kein Elektrotechniker. Bei mir läuft das meistens so, dass ich so lange bastele, bis es zuverlässig funktioniert. Und dann kommt jemand, der es gelernt hat, und erklärt mir, warum es funktioniert und wo es sauberer ginge.
Türöffnen: Knopf drücken statt Protokoll nachbauen
Jetzt wird’s richtig interessant. Bei Siedles 1+n-Verfahren wird „Tür auf" nämlich nicht digital übertragen, sondern als Tonfrequenz – ein Pfeifton um die 20 Kilohertz, der auf die Leitung aufmoduliert wird. Die Außenstation an der Haustür hört mit, erkennt genau diese Frequenz mit einem Filter und schaltet dann den Türsummer. Die Lichttaste macht dasselbe, nur mit einer anderen Frequenz.

Ich könnte jetzt versuchen, diese Frequenz selbst nachzubauen und einzuspeisen. Aber das macht die Sache nur unnötig komplex, und ich riskiere wieder, die gesamte Anlage zu stören. Also mache ich es andersherum – und das ist der eigentliche Clou: Ich drücke einfach die vorhandene Türöffner-Taste mit meinem ESP. Der schließt für einen kurzen Moment die Kontakte der Taste – wie ein zusätzlicher Finger. Den Pfeifton auf der Leitung erzeugt dann das Telefon ganz von selbst. Ich muss die Frequenz nicht verstehen, ich drücke nur den Knopf. Und das funktioniert seit Monaten zuverlässig, auch bei aufgelegtem Hörer.
Damit ich die Tasten beim Löten nicht beschädige, greife ich das Signal gar nicht direkt an den Tasten ab, sondern an zwei Prüfpunkten auf der Platinenrückseite, die ich vorher mit dem Multimeter gefunden habe – sie sind 1:1 mit den Tasten durchverbunden.

Das ist übrigens der Teil des Projekts, der sich am besten überträgt. Egal welche Anlage bei dir hängt: Was du von Hand drücken kannst, kann auch ein potentialfreier Kontakt drücken. @RuhrpottVanille hat es sogar noch einfacher – dort ist die Leitung zum Türsummer zugänglich, der braucht schlicht 12 Volt Gleichspannung und öffnet. Wenn das bei dir auch so ist: Nimm den einfachen Weg. Ich bin ein großer Fan von „keep it simple", wo immer es geht.
Die Hardware: übersichtlich und günstig
Die Hardware ist überschaubar: ein ESP8266 NodeMCU als Mikrocontroller mit WLAN, ein LM2596 Step-Down-Wandler, der aus der Anlagenspannung die Versorgung für den ESP macht – kein extra Netzteil nötig. Dazu die Koppelstufe: Optokoppler mit Vorwiderständen und Zener-Diode für die beiden Klingel-Eingänge, plus zwei Transistoren für die Ausgänge Türöffner und Licht. Alles auf einer kleinen Lochrasterplatine, die problemlos im Gehäuse des Haustelefons Platz findet – die Original-Platine bleibt nahezu unangetastet daneben liegen.

Versorgt wird die ganze Anlage zentral aus einem Siedle-Netzgleichrichter unten im Keller – der liefert rund 23 Volt für den Bus und 12 Volt für den Türsummer.

Wo genau ich die Spannung abgreife, wurde mehrfach gefragt: nicht zwischen 1 und 7, also nicht auf der Leitung, die auch das Klingelsignal führt. Klemme 1 ist der eine Pol, den anderen hole ich mir über eine Ader, die bei mir ungenutzt in der Hausverteilung lag. Der Eingang des LM2596 liegt damit an den vollen rund 23 Volt des Netzgleichrichters. Ob bei dir eine freie Ader in der Verteilung liegt, ist allerdings Glückssache – das ist der eine Teil meiner Lösung, der sich nicht eins zu eins übertragen lässt.
Wie viel darf ich dem Bus überhaupt entnehmen?
Das war die beste technische Frage unter dem ganzen Video, und sie kam von @da_chriss8879: Wie viel Strom kann ich vom Bus nehmen, bevor die Anlage meckert? Seine Sorge war eine Ruhestromüberwachung, die zusätzliche 100 bis 300 mA als Fehler erkennt.
Ehrlich gesagt: Eine solche Überwachung ist mir bei der alten analogen 1+n-Technik nicht bekannt. Dort hängen die Haustelefone schlicht parallel an einer gespeisten Leitung – da ist niemand, der etwas melden könnte. Die Grenze liegt woanders, nämlich beim Netzgerät. Und die ist enger, als man denkt.

Auf dem Typenschild meines Siedle NG 602-01 stehen 23,3 Volt bei 0,3 Ampere für den Bus (und 12 V bei 1,6 A für den Türsummer). Diese 0,3 Ampere sind das gesamte Budget für alle fünf Wohnungen zusammen. Die genannten 100 bis 300 mA wären davon also ein Drittel bis alles. Das wäre kein Überwachungsproblem, sondern schlicht das Ende der Fahnenstange – und dann klingelt es irgendwann bei den Nachbarn nicht mehr zuverlässig.
Wie eng Siedle das selbst sieht, zeigt ein Blick auf das hauseigene Zubehör, und das fand ich beim Nachlesen richtig aufschlussreich:
- Der Nebensignal-Controller NSC 602-0 hängt an derselben Leitung und liefert potentialfreie Kontakte für Tür- und Etagenruf. In Siedles Produktbeschreibung steht ausdrücklich, dass er sich wie ein parallel angeschlossenes Haustelefon verhält – und deshalb kein weiteres Telefon zusätzlich parallel angeschlossen werden kann. Ein einziges kleines Zusatzgerät belegt dort also schon den Platz eines kompletten Teilnehmers.
- Noch deutlicher wird es beim modernen IQ HTS, dem Haustelefon mit WLAN: Siedle gibt in der Produktinformation einen Betriebsstrom von maximal 300 mA an und schreibt dazu, dass ein NG 602 maximal zwei solche Geräte versorgen kann.
Genau deshalb ziehe ich für den ESP nur wenige Milliampere und habe den Optokoppler bewusst hochohmig ausgelegt. Und weil geschätzt eben nicht gemessen ist, habe ich es nachgeholt: 19 mA bei 23 Volt, also rund 0,44 Watt für ESP und Wandler zusammen. Der Gegencheck passt – wären es die gelegentlich vermuteten 5 Watt, würde meine Schaltung allein fast das gesamte 7-Watt-Budget der Anlage aufbrauchen, und dann liefe hier gar nichts mehr.
Der meistgelikte Kommentar: „Warum nicht einfach ein Shelly Uni?"
Der am häufigsten gelikte Kommentar unter dem Video war keine Frage, sondern ein Einwand – und ein berechtigter. @samsgala4416 und @markushahnenkamm schrieben unabhängig voneinander sinngemäß: viel Bastelei für etwas, das ein Shelly Uni bzw. Shelly Plus Uni fertig mitbringt. Step-Down eingebaut, potentialfreie Ausgänge eingebaut, klein, und die Software ist auch schon drauf.
Ich habe mir die Datenblätter danach in Ruhe angesehen, und in weiten Teilen haben sie recht:
- Die Ausgangsseite: klarer Punkt für Shelly. Der Plus Uni hat zwei potentialfreie Solid-State-Ausgänge und läuft mit 8 bis 24 V Wechsel- oder 9 bis 28 V Gleichspannung; der ältere Uni wird mit 12 bis 36 V DC versorgt. Zum Drücken der Türöffner- und Lichttaste ist das genau das richtige Bauteil. Meine zwei Transistoren und den Step-Down-Wandler hätte ich mir damit sparen können.
- Die Eingangsseite: hier muss man genauer hinsehen. Ein rein digitaler Eingang kommt an meiner Anlage nicht weit. Auf der 1+n-Leitung liegen im Ruhezustand dauerhaft rund 18 Volt an. Ein Eingang, der nur „Spannung" oder „keine Spannung" kennt, wäre also permanent an und würde Dauerklingeln melden. Über den Analogeingang mit seinem Bereich bis 30 Volt und eine Schwelle bei etwa 20 Volt in der Software geht es aber sehr wohl. Das ersetzt in Software exakt das, was bei mir die Z-Diode in Hardware macht. Fairer Punkt – im Video kommt das zu kurz.
Ich habe es trotzdem so gebaut, und das ist eine Abwägung und kein Naturgesetz: An unserer Leitung hängen fünf Wohnungen. Über den Optokoppler ist der ESP elektrisch vollständig entkoppelt, ein direkt angeklemmter Analogeingang ist das nicht. Das war mir hier den Aufwand wert. In einem Einfamilienhaus mit eigener Anlage würde ich vermutlich selbst zum Shelly greifen.
ESPHome: drei Details, die im Alltag entscheiden
Die Software ist ESPHome – zwei binary_sensor für die Klingeln, zwei switch für Türöffner und Licht. Klingt nach zwanzig Zeilen YAML, ist es auch. Aber drei Details entscheiden, ob das Ding im Alltag zuverlässig läuft:
inverted– der Optokoppler zieht den Pin gegen Masse, aktiv ist also low, nicht high. Statt das in Hardware zu ändern, reicht eine Zeile YAML. Dazu eindelay_onals Entprellung, damit ein Schaltfunke auf der Leitung keine Geisterklingel auslöst.- Der 500-ms-Puls – der Türöffner ist kein Dauerschalter, sondern ein Switch, der sich selbst wieder ausschaltet. Kein Schönheitsdetail: Bricht mitten im Schaltvorgang das WLAN weg, bliebe er sonst dauerhaft an, und das Haus stünde offen. Der ESP zählt die halbe Sekunde selbst herunter, ganz ohne Netzwerk. Genau nach diesem Fall hat
@webfreezyin den Kommentaren gefragt – und das ist die Stelle, an der ich beim Bauen selbst am längsten nachgedacht habe. restore_mode+ Pin-Wahl –restore_modesteht auf „immer aus", damit der ESP nach einem Stromausfall nicht den letzten Zustand wiederherstellt und ungewollt die Tür öffnet. Und Türöffner sowie Licht liegen auf D1 und D2 – beim ESP8266 die Pins, die beim Booten garantiert nichts machen. Auf ein paar anderen Pins wackelt es im Startmoment, und dann summt bei jedem Neustart kurz die Tür.
Eine Sache würde ich heute anders machen: Meine Klingel hängt auf D4, und D4 ist ebenfalls ein Sonderpin, der beim Booten high sein muss. Als Eingang läuft das seit Monaten problemlos – aber würde es exakt in der Sekunde klingeln, in der der ESP neu startet, würde er nicht booten. Passiert in der Praxis so gut wie nie, umlöten werde ich es nicht mehr – wenn du das nachbaust, nimm für die Klingel lieber D5 oder D6.
Zwei Alternativen aus den Kommentaren
Das ganze Pin-Thema lässt sich auch umgehen: @jensschroder8214 und @da_chriss8879 haben unabhängig voneinander den ESP32-C3 vorgeschlagen. Der hat die Boot-Pin-Eigenheiten des ESP8266 nicht, und als C3 Supermini passt er auch in Gehäuse, in denen es richtig eng wird. Wenn du das Projekt neu aufsetzt, ist das die vernünftigere Basis.
Und es kam der Einwand, man brauche für so etwas gar kein Home Assistant – mit Tasmota könne man die Tür direkt über die eingebaute Weboberfläche öffnen. Das stimmt, aber der Unterschied zu ESPHome ist kleiner als gedacht: Auch ESPHome hat mit web_server eine Komponente, die einen kleinen Webserver auf dem Knoten startet. Damit bedienst du die Schalter direkt im Browser, ganz ohne Home Assistant im Hintergrund.
Der Lohn: vier Entities in Home Assistant
In Home Assistant habe ich jetzt vier Entities: Klingel Tür, Klingel Wohnung, Türöffner und Licht. Ab da ist die Klingel ein Trigger wie jeder andere und der Türöffner ein Switch wie jeder andere – dazwischen liegt eine ganz gewöhnliche Automation. Bei mir sind das eine Push-Benachrichtigung aufs Handy und das manuelle Öffnen per Dashboard oder Sprachbefehl.
Eine Klarstellung zum „geheimen Klingelsignal"
Im Video habe ich als Beispiel erwähnt, man könne die Tür automatisch öffnen lassen, wenn jemand im richtigen Rhythmus klingelt. @5CROMEXd hat daraufhin nach der Umsetzung gefragt – und da muss ich klarstellen, dass ich das missverständlich rübergebracht habe. Das war als Beispiel dafür gemeint, was sich aus vier Entities bauen lässt, nicht als fertige Automation, die bei mir läuft.
Und ehrlich gesagt: Ich würde davon abraten. Ein Klingelmuster ist kein Geheimnis, sondern höchstens unwahrscheinlich. Irgendwann trifft es jemand zufällig. Die wichtigere Zutat ist eine bewusste Freigabe – eine Bedingung, die zusätzlich erfüllt sein muss, bevor überhaupt etwas passiert. Ein Schalter, den du selbst umlegst und der danach wieder ausgeht. Ein Zeitfenster. Anwesenheit. Ein erwartetes Ereignis.
Wie gut das aussehen kann, hat derselbe Kommentator übrigens schon gebaut: Bei ihm läuft ein „Ring to open" über Geofencing. Die Automation ist nur scharf, wenn er sich der Wohnung nähert. Das ist eine echte Bedingung und kein Muster, das jemand zufällig trifft. Wenn du das Klingelmuster trotzdem willst, dann als zweite Bedingung obendrauf – nicht als Ersatz für die erste.
Eine zweite Idee aus derselben Ecke finde ich fast noch schöner: Bei ihm war die Lichttaste ohne Funktion, also hat er sie zum Garagentor-Öffner umfunktioniert. Wenn bei dir eine Taste ins Leere läuft, ist sie ein perfekter freier Kanal.
Und weil oft gefragt wird, was andere daraus bauen – @chrannen hat mit einer IP-basierten Anlage ein Setup, das ich rund finde: Klingeln und Türöffnen lokal, die Ereignisse per Netzwerk-API in Home Assistant, bei jedem Klingeln 30 Sekunden Video, das nach 15 Tagen automatisch gelöscht wird, und eine Benachrichtigung nur dann, wenn er nicht zu Hause ist.
Deine Anlage ist keine Siedle? Die eine Regel, die überall gilt
Es kamen Rückfragen zu Ritto, zu Elcom/Hager i2Audio, zu Siedle HT 611-01 und zu Anlagen, bei denen niemand mehr weiß, was verbaut ist. Ich kann dir keine Anleitung für jede davon schreiben. Aber die entscheidende Weiche ist überall dieselbe, und sie lässt sich mit einem Multimeter in fünf Minuten stellen:
Miss nach, was an deiner Klingelleitung beim Klingeln überhaupt passiert.
- Ist die Leitung im Ruhezustand stromlos und wird erst beim Klingeln geschaltet, kannst du praktisch jeden digitalen Eingang direkt nehmen. Die Sache ist dann in einer halben Stunde erledigt.
- Liegt dagegen wie bei mir dauerhaft eine Ruhespannung an, die sich beim Klingeln nur ändert, brauchst du eine Schwelle. Entweder in Software über einen Analogeingang, oder in Hardware über eine Z-Diode vor einem Optokoppler.
Die Ausgangsseite ist dagegen bei fast jeder Anlage gleich einfach: Türöffner und Licht nicht als Protokoll nachbauen, sondern die vorhandene Taste elektronisch parallel drücken. Dafür reicht ein potentialfreier Kontakt.
Ein Sonderfall, der sich gelohnt hat nachzuschlagen: Wenn du eine Elcom/Hager i2Audio hast, musst du gar nicht am Bus messen. Dafür gibt es mit dem Einbaurelais BER-140 ein offizielles Unterputzmodul, das laut Hagers Produktseite mit 22 bis 26 Volt direkt aus dem Bus versorgt wird und Türrufsignalisierung, Türöffner- und Lichttaste sowie einen Steuereingang für potentialfreie Kontakte mitbringt. In einem Thread im HomeMatic-Forum beschreiben mehrere Nutzer genau diesen Weg: BER-140 an die Klemmen a und b, danach den Kontakt an den K-Klemmen auf einen beliebigen GPIO. Ein sauberer trockener Kontakt, ohne Optokoppler, ohne Z-Diode, ohne Rätselraten – und am Bus selbst fasst du gar nichts an.
Einen Haken hat das Modul allerdings, auf den mich @rouvenschandl hingewiesen hat: Ein BER-140 hat nur einen Relaiskontakt und wird per Einstellung auf eine feste Funktion festgelegt – Ruferkennung oder Türöffner oder Licht. Für alle drei bräuchtest du also mehrere Module, und das wird schnell teuer. Günstiger kann ein Mix sein: Die Klingel erkennst du über das Rufschaltrelais RSR-200 im Haustelefon (sofern nicht ab Werk verbaut, nachrüsten – sonst sind die K/K-Klemmen tot), und Licht und Türöffner „drückst" du wie in meiner Lösung parallel an den vorhandenen Tastern, idealerweise über Optokoppler. Den ESP versorgst du dabei besser extern: Das i2Audio-Netzteil BSV-100 liefert nur rund 300 mA für die ganze Anlage.
Darf ich das überhaupt? Strom, Vermieter, Versicherung
Diese drei Fragen kamen alle in den Kommentaren, teils recht deutlich formuliert. Ich finde sie berechtigt – und sie haben mich zu Recherche gezwungen, die ich vor dem Video nicht gemacht hatte.
„Das ist doch Stromdiebstahl"
Der Vorwurf lautete, die Nutzung des Allgemeinstroms sei Diebstahl. Juristisch ist das nicht haltbar: § 242 StGB setzt eine Sache voraus, und Strom ist keine – Sachen sind nach § 90 BGB nur körperliche Gegenstände. Genau deshalb gibt es dafür einen eigenen Tatbestand, § 248c StGB (Entziehung elektrischer Energie). In der Praxis greift dann die Verhältnismäßigkeit: § 248c verweist auf § 248a, bei Geringwertigkeit ist das ein Antragsdelikt.
Und weil in der Diskussion 5 Watt Verbrauch geschätzt wurden, habe ich nachgemessen, statt zu schätzen:
| geschätzt | gemessen | |
|---|---|---|
| Leistungsaufnahme | 5 W | 0,44 W (19 mA bei 23 V) |
| Verbrauch pro Jahr | 43,8 kWh | 3,9 kWh |
| Kosten bei 30 ct/kWh | 13,14 € | rund 1,15 € |
Der Gegencheck kommt aus der Anlage selbst: Der NG 602-01 liefert 23,3 Volt bei 0,3 Ampere, also rund 7 Watt für alle fünf Wohnungen zusammen. Ein einzelner Teilnehmer mit 5 Watt würde davon fast alles aufbrauchen – dann liefe die Anlage schlicht nicht mehr. Zur Einordnung: An dieselbe Anlage dürfte ich jederzeit ein Siedle IQ HTS hängen, das Herstellergerät, das laut Produktinformation bis zu 300 mA zieht. Ein Vielfaches meines ESP.
Trotzdem ein fairer Hinweis aus derselben Diskussion, den ich unterschreibe: Wenn du in einer Eigentümergemeinschaft wohnst, kostet es nichts, die Frage einmal anzusprechen.
„Was sagt der Vermieter?"
Maßnahmen innerhalb der eigenen vier Wände sind zulässig, solange sie rückbaufähig sind – eine gute Übersicht dazu gibt es bei homeandsmart zum Thema Smart Home in der Eigentümergemeinschaft. Genau darauf ist mein Aufbau ausgelegt: eine Zusatzplatine im Gehäuse meines Haustelefons, abgegriffen an Prüfpunkten, in wenigen Minuten wieder ausgebaut. An der Außenstation und am Bus fasse ich nichts an.
„Und wenn eingebrochen wird?"
Die interessanteste der drei Fragen, gestellt von @MegaJmanjman: Könnte man in Beweisnot geraten, wenn nach einem Einbruch auffällt, dass da jemand etwas eingebaut hat?
Zwei Dinge relativieren das. Erstens öffnet die Schaltung die Haustür unten, nicht meine Wohnungstür. Wer im Treppenhaus steht, steht immer noch vor meiner verschlossenen Wohnungstür – und genau dort entstünden die Spuren, auf die es bei einem Einbruchdiebstahl ankommt. Zweitens war die Haustür ohnehin nie das Sicherheitselement: Sie geht auf, sobald irgendeine der fünf Parteien im Haus den Knopf drückt.
Zur Beweisfrage selbst hat der Bundesgerichtshof im Urteil vom 17. April 2024 (Az. IV ZR 91/23) eher zugunsten der Versicherten entschieden. Es genügt das äußere Bild eines Einbruchdiebstahls, also ein Mindestmaß an Tatsachen, das nach der Lebenserfahrung auf eine Entwendung schließen lässt – die Spuren müssen ausdrücklich nicht vollständig und nicht widerspruchsfrei sein (Zusammenfassung bei procontra). Verbindlich beurteilen lässt sich ein konkreter Fall am Ende trotzdem nur anhand der eigenen Vertragsbedingungen. Wer ganz sicher gehen will, fragt einmal kurz beim eigenen Versicherer nach.
Und noch einmal deutlich, weil die Sorge in mehreren Kommentaren mitschwang: An der Schließanlage wird nichts verändert. Kein Motorschloss, kein getauschter Zylinder, an der Außenstation kein Handgriff. Die Schaltung kann nichts, was ich nicht auch mit dem Finger könnte.
Was dieses Projekt nicht kann
Damit niemand mit falschen Erwartungen anfängt zu löten – diese Fragen kamen mehrfach, und die Antwort ist jedes Mal die gleiche:
- Sprechen und Hören übers Handy? Nein. Die Sprachverbindung läuft komplett analog übers Haustelefon und wird vom ESP gar nicht berührt.
- Nachrichten abspielen oder Audio aufzeichnen? Nein, dafür müsstest du zusätzlich in die Audioleitung eingreifen. Das ist bei einem bewusst minimalinvasiven Ansatz nicht vorgesehen.
- SIP auf dem ESP? Das wäre der Endgegner. Meine E-Technik-Kenntnisse reichen für einen Eingriff in die analoge Sprachleitung nicht aus – Zukunftsmusik.
- Klingel stummschalten oder die Lautstärke auslesen? Nein. Die Lautstärke wird analog am Gerät eingestellt und läuft nicht über den ESP.
Das ist eine bewusste Grenze, keine Bastellücke. Wer die Sprechverbindung aufs Handy braucht, ist mit einer IP-Anlage oder einem Intercom-Gerät besser bedient – dann aber mit den Abhängigkeiten, die weiter oben stehen.
„Ich kann nicht löten"
Der häufigste Grund, warum Leute geschrieben haben, sie trauten sich das nicht zu. Ein Löt-Tutorial werde ich dazu trotzdem nicht drehen, und ich sage dir auch ehrlich warum: Ich habe Löten nie richtig gelernt, ich bin Autodidakt. Was ich baue, funktioniert bei mir seit Monaten zuverlässig – ob es auch sauber ist im Sinne von jemandem, der das gelernt hat, kann ich nicht beurteilen. Ein Löt-Tutorial von mir wäre weitergereichtes Halbwissen, und ausgerechnet beim Löten möchte ich das nicht machen.
Was ich dir stattdessen mitgeben kann:
- Einen guten, frei lesbaren Einsteiger-Leitfaden auf Deutsch gibt es im BerryBase-Blog: Lötkolben und Lötstation, Temperatur, Lotdurchmesser, Schritt für Schritt eine Lötstelle und die typischen Anfängerfehler wie zu viel Lot oder kalte Lötstellen.
- Zur Beruhigung: Bei diesem Projekt sind es ausschließlich bedrahtete Bauteile auf einer Lochrasterplatine. Kein SMD, keine feinen Abstände. Das ist ungefähr die einfachste Übung, die es beim Löten gibt.
- Und wenn du es trotzdem nicht selbst machen willst: ein bastelaffiner Bekannter oder ein Repair-Café. Die Anleitung im Repo ist bewusst so detailliert, dass jemand anders damit arbeiten kann.
Ich liefere das Was, nicht das Wie: Schaltbild, Klemmenbelegung, Spannungsverlauf und beschriftete Fotos liegen komplett im Repo unter docs/hardware.md.
Fazit: eine Frage der Verhältnismäßigkeit

Fertiglösungen sind nicht schlecht – sie sind nur eine andere Antwort auf eine andere Priorität: Komfort und Herstellersupport gegen Geld und ein Stück Kontrolle. Wobei die vergangenen Wochen einen Punkt sehr deutlich gemacht haben: Herstellersupport ist keine Konstante. Der Nuki Opener war die naheliegende Fertiglösung für Siedle-Anlagen, bis er es von einem Tag auf den anderen nicht mehr war.
Mein Ansatz ist bewusst minimalinvasiv: kein Bus-Reverse-Engineering, keine Cloud, kein Eingriff, der andere Wohnungen im Haus gefährden könnte. Nur zwei Signale erkennen und zwei Knöpfe elektronisch drücken – galvanisch getrennt, reversibel, für unter 20 € Materialkosten und gemessene 0,44 Watt.
Und dass an dieser Lösung inzwischen ein korrigiertes Schaltbild, eine ehrliche Alternative mit dem Shelly Uni, ein Elko-Tipp für den Etagenruf und ein Messhinweis zur Buslast hängen, die alle nicht von mir kommen – das ist für mich das eigentliche Ergebnis dieses Videos.
GitHub-Repo
Meine komplette ESPHome-Config, die Doku, der Spannungsverlauf, das (korrigierte) Schaltbild und die beschrifteten Fotos meiner Anlage liegen im GitHub-Repo:
➡️ github.com/jowi24/siedle-hts-811-esphome
Wer auch eine Siedle-1+n-Anlage hat, kann direkt loslegen. Wer eine andere Anlage hat: Nimm es als Ausgangspunkt für deine eigene Lösung – die Tricks aus diesem Artikel helfen dir sicher weiter.
Jetzt bist du dran
Ist deine Türklingel schon smart? Hast du dir selbst etwas gebaut, oder baust du meinen Ansatz gerade nach – egal ob mit Siedle, Ritto, Elcom oder einer Anlage, bei der niemand mehr weiß, was verbaut ist? Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Automationen du mit deiner Türsprechanlage nutzt und wo du beim Nachbauen hängst.
Und wenn du in diesem Artikel noch etwas findest, das nicht stimmt: immer her damit. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass genau daraus die besten Ergänzungen entstehen. Verbesserungsvorschläge und Pull Requests fürs Repo sind ebenfalls jederzeit willkommen.
